Einladung zu einer weiteren gemeinsamen Arbeit am Thema


Liebe Leser,

auf dieser Seite geht es mir um den gemeinsamen inhaltlichen Aufbau des Themas und weniger um eine Bewertung. Ich freue mich über Eure Rückmeldung und Gedanken.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 8
  • #1

    Inge (Mittwoch, 27 Mai 2015 21:50)

    Ich kenne den Gedanken nicht, dass sich Sorat derzeit direkt in einer Person zeigen soll und gewöhnlich wird in anthroposophischen Kreisen meist das Böse in politischen Ereignissen und besonders in den Medien gesehen. Leider muss ich bestätigen, dass die Spaltungen innerhalb der Bewegung extrem groß sind und viel Kraft rauben. Die Verleumdungen gegen Rudolf Steiner seitens dieser Frau haben mich sehr schockiert und seit ich versuche, es einmal so anzuschauen, dass der Feind außerhalb ist und hier das Böse konkret wirkt, gehen die Dinge für mich besser auf. Vielleicht sollten wir Sorat wirklich einmal konkret denken und diese Angriffe ernst nehmen? Inge, Waldorferzieherin

  • #2

    Maria (Sonntag, 02 August 2015 20:11)

    Liebe Yvonne, lieber Günther,

    auch ohne direkt einen Bezug zu dem Thema einer möglichen Inkarnation des Sorat in einem Menschen zu haben, kann ich bestätigen, dass die Spaltungen innerhalb der Anthroposophie insbesondere seit dem Frühsommer 2014 stark zugenommen haben. Ich arbeite in einer anthroposophischen Klinik, die gute Ziele und Ideale hat und diese über lange Zeit kontinuierlich verfolgen konnte. Seit mehr als einem Jahr lässt sich beobachten, dass Streitereien und Machtansprüche sowie stärkste Zunahme von gesundheitlichen Problemen, insbesondere bei besonders engagierten Mitarbeitern, enorm zunahmen, was zu einer Kündigungswelle besonders derer führte, die kraftvoll für die Anthroposophie eintraten und wirkten. Bis zu einem gewissen Grad mag solches in Krisenzeiten normal sein, es zieht sich aber meinen Beobachtungen nach auch durch andere anthroposophische Projekte. Es scheint unbestreitbar, dass wir aufgerufen sind, eine solche untergründig wirkende Gegenkraft sehr ernst zu nehmen und nicht als erneute Verschwörungstheorie abzutun. Schon Steiner warnte, dass mit der Wiederkehr des ätherischen Christus (ab ca. 1933) die Gegenkräfte erstarken würden, und erwähnt insbesondere Sorat als noch gar nicht recht bekannte, erkannte und erst recht nicht anerkannte Widersachermacht.

    Herzliche Grüße, Maria

  • #3

    Günther Pauli (Montag, 31 August 2015 22:12)

    Liebe Leser und Leserinnen dieser Seite,

    wir erhalten des Öfteren Kommentare, in denen auch sehr persönliche Dinge mitgeteilt werden. Zunächst sollte man sich klar sein, dass dies eine im Internet stehende, also öffentliche Seite ist, die für jedermann einsehbar ist.
    Zu Ingas Beitrag möchte ich sagen, dass man mit den Schuldgefühlen und ihrer Interpretation sehr vorsichtig sein sollte. Wir erleben es eher so, dass Schuldgefühle oder auch Minderwertigkeitsgefühle nicht ein Ausdruck des "eigenen", in einem selbst wohnenden "Bösen" sind, sondern gerade im Zusammenhang mit Sorat eine Projektion oder Verschiebung darstellen. Sorat oder "das Böse" wirkt unserer Erfahrung gerade so, dass man sich selbst mit Schuld- und Minderwertigkeitsgefühlen belädt und gerade dadurch immer mehr abbaut, während das eigentliche "Handeln des Bösen" völlig woanders und ungesehen in der Welt vor sich geht. Man selbst ist dann Opfer einer Projektion oder auch einer kollektiven Lüge, wie sie oft in der Machtpolitik geschieht und die eine große Wirksamkeit auf viele Menschen entfaltet. Dies kann man auch durchaus mit einem Phänomen vergleichen, das in der Sexualpathologie bekannt ist: Das Opfer eines Sexualdeliktes fühlt sich nach der Tat auch noch schuldig, nimmt die Schuld des Täters als Projektion auf, und zwar solange, bis die Tat wirklich ans Licht gebracht und aufgeklärt ist.

    Auch der sogenannte "Zeitgeist", der sich in vielen Institutionen, wie Bildungseinrichtungen, Kirchen, Medien usw. ausdrückt, redet dem Menschen oft ein Schuldgefühl ein, wenn man dieses oder jenes tut oder es unterlässt usw. und bewirkt durch ein manipulatives Moralisieren eine immer stärkere Reduzierung des Individuums, wie wir es neulich erst wieder in einigen Gesprächen mit Eltern erleben mussten, bei denen es um Erziehungs- und Bildungsfragen ging. Gerade der Zeitgeist ist, unseres Eindruckes nach, anfällig für die Einwirkungen des Sorat und zwar in der Weise, dass immer mehr ein "Standardmensch" nach Normbedingungen entstehen soll, dessen einzige Freiheit irgendeine Art von Konsum ist.

    Auffällig ist unserer Erfahrung nach, dass die Soratwirkung fast immer eine Spaltung hervorbringt: Eine Spaltung in den Familien, im Berufsleben, usw. bis zu den konfliktträchtigen und auf die Macht abzielenden Spaltungen im Weltgeschehen. Dies ist ja auch die Wirksamkeit des Sorat in der Anthroposophie, wie wir sie hier beschrieben haben: Das hinterhältige, gemeine und bösartige Reden der Person, mit welcher der Sorat verknüpft ist, über den Begründer der Anthroposophie und über die Anthroposophie selbst, führte und führt immer noch zu zahlreichen Streitereien und Zerwürfnissen in dieser Geistesströmung, die doch großartige Kulturimpulse geben könnte.

    Günther

  • #4

    Hermann (Dienstag, 12 April 2016 22:15)

    Hallo,
    Interessante Seite. Danke, für den leider sehr heftigen Inhalt...
    Christus beschütze uns!

    Hermann

  • #5

    H. Bourdieu (Mittwoch, 05 Oktober 2016 22:05)

    Dass man eine Person, die einen hintergangen und geschädigt hat, als „teuflisch“ bezeichnet, ist zwar aus subjektiver Perspektive verständlich und bei Gerichtsstreitigkeiten auch nicht selten, im vorliegenden Fall habe ich allerdings den Eindruck, dass uns die Verwendung von esoterischen, astrologischen oder theologischen Fachtermini wie „soratisch“ etc. von der Sache wieder wegführt und dem nicht-anthroposophisch vorgebildeten Leser unseriös erscheint. Warum die – so weit ich ersehe, ja recht anschaulich dokumentierten – Handlungen der Ärztin nicht einfach mit ganz pragmatischen, der modernen Psychologie entlehnten Begriffen charakterisieren wie z.B. „destruktiv“ , „histrionisch“, „narzisstisch“ „sadistisch“ oder „psychopathisch“? – eigentlich braucht es gar keine esoterischen Schnörksel, um solches Verhalten hinreichend zu erklären.

  • #6

    Günther Pauli (Freitag, 07 Oktober 2016 20:46)

    Sehr geehrter Herr Bourdieu,

    vielen Dank für Ihren Beitrag, der durchaus verständlich ist. Der Umgang mit dem Bösen ist nicht unproblematisch, weil es verschiedene Ansätze gibt. Gerade heute wird z.B. das Böse in den manipulativen Medien oder in der heimlichen Unterwanderung seitens machtvoller Gruppierungen durch Abhören oder auch wirtschaftliche und politische Einflussnahmen gesehen.

    Die Frage aber, warum es in der Geschichte und auch in unserer Zeit vorkommt, dass Menschen andere Menschen auf schlimmste Weise foltern und demütigen, bewegt nach meiner Forschung selbst Jugendliche. Innerlich tragen sehr viele Menschen eine große Angst in sich, einem Psychopathen zum Opfer zu fallen und seine grausamen Phantasien erliegen zu müssen, ohne dass ihnen Hilfe gegen den Peiniger zuteil werde.

    Mich hat auch als Autor die Frage bewegt, woher dieser Impuls zur Grausamkeit, zum „Bösen“ in seiner Tiefe kommt. Heute sagen Wissenschaftler oder bekannte Ärzte auf forensischem Gebiet, dies würde „im Menschen liegen“, könnte krankhaft und/oder veranlagt sein und man findet dann diese „Fälle“ interessant.

    Aber ich spürte, dass man mit dieser Antwort doch noch nicht die Tiefe erreicht und wie ohnmächtig vor dem Bösen steht. Ich selbst suche nach einer profunden Antwort. Ich habe einmal ehemalige Gaskammern der Nazis gesehen hat und eine Geschichte einer Klinik verfolgt, die zunächst sich wirklich um die Heilung psychisch kranker Menschen bemühte und dann aber im „Dritten Reich“ zur „Vernichtung unwerten Lebens“ entartete. Ich bemerkte, dass jeder Mensch in der Konfrontation mit diesen Tatsachen eine ganz eigene Antwort geben muss, auch heute noch. Ich halte es gerade heute für eine wichtige Auseinandersetzung, dass der Mensch, sofern er sich für Entwicklung interessiert, seine individuelle Antwort auf die Umstände, auch auf die heutigen, die zumindest in den sogenannten westlichen Ländern mehr hintergründig-manipulativer Art sind, kreiert.

    Wie kann er diese Antwort auf derartige Umstände des menschlichen Lebens geben, ohne einen geistigen-seelischen Hintergrund?
    Wenn ich den Menschen, der sich zu einem Ideal entwickeln will, denke, dann wird deutlich, dass es auch Kräfte in der Welt gibt, die eben genau das nicht wollen- einen bewussten, selbstständigen und schöpferischen Menschen, der die Dinge des Lebens weisheitsvoll in Beziehungen zu anderen regelt. Aus meiner Sicht sind es aber nicht vorrangig „gewisse Kreise“, die heute den Menschen manipulieren und zur Maschine machen wollen, denn diese sind letztlich selbst nur wieder „Werkzeuge“, sondern es sind geistige Kräfte, die besonders den Impulsen entgegentreten, der eine Entwicklung des Menschen fördern möchte. Sie treten eben genau auch dem christlichen Impuls entgegen. Diese Kräfte, die die Anthroposophie nach den drei Widersachern Luzifer, Ahriman und Sorat/Asura benennt, benötigen aber für ihr Werk den Menschen und handeln durch ihn.
    Sorat wird als die Kraft beschrieben, die das ICH des Menschen auslöschen will.

    Nach meinen Forschungen zu den immer wieder bekannt werdenden Fällen, kann ich nichts anderes sagen, als dass es sich hier um eine Auslöschung des Menschen in seinem geistigen Kern handelt, die sogar nach dem Tode weiter besteht und aufgrund dieser Einsichten ist mir bewusst geworden, dass das sogenannte „Böse“ eben nicht hinreichend mit psychologischen oder kriminalpsychologischen Begriffen (wie destruktiv, histrionisch oder psychopathisch) erfasst werden kann, auch nicht nur mit den Formen einer rein physischen Brutalität, weil es eben in einer anderen Ebene der Wirklichkeit wurzelt, als die Ebene, auf die sich diese Begriffe und Formen beziehen.

    Günther Pauli

  • #7

    Ralf (Sonntag, 23 April 2017 23:13)

    Ihr Lieben,
    zum Ersten sollte Euch doch auffallen, dass "Anthroposophie" mit h nach dem t geschrieben wird.
    Zum zweiten bleibt unklar, was Ihr mit dem Artikel bezweckt. Wieso bleibt die Dame ohne Namen?

  • #8

    Günther (Montag, 24 April 2017 12:08)

    Vielen Dank für den Hinweis, Ralf.
    Das mit dem "h" ist leider anscheinend bisher keinem aufgefallen.
    Der Artikel bezweckt (vermutlich meinst Du die ganze Seite), auf Gefahren hinzuweisen, die sich eben nicht nur mit den Begriffen der modernen Psychologie oder Kriminalistik hinreichend beschreiben lassen. Der Name der "Dame" wie auch die Namen anderer betroffener Personen werden aus Gründen, die das Persönlichkeitsrecht betreffen, hier nicht genannt.